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Interview mit HFV-Präsident Stefan Reuß: „Große Erleichterung zu spüren“ – Stand 20. Mai 2020

Nach der wegweisenden Vorstandssitzung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) mit der einstimmigen Empfehlung des vorzeitigen Saisonendes der hessischen Amateurligen beantwortet HFV-Präsident Stefan Reuß wichtige Anschlussfragen.

Hallo Herr Reuß, was genau hat der Verbandsvorstand am vergangenen Samstag im Rahmen seiner Sitzung beschlossen?
Nachdem in den letzten Wochen in allen 32 hessischen Fußballkreisen virtuelle Konferenzen veranstaltet wurden, um bezüglich des Umgangs mit der Saison 2019/2020 ein detailliertes Meinungsbild der Vereine einzuholen, hat der Verbandsvorstand nach Sammlung aller Ergebnisse über die Regionalbeauftragten und des daraufhin erarbeiteten Vorschlags des Verbandsspielausschusses ein vorzeitiges Saisonende zum 30. Juni 2020 ohne weiteren Spielbetrieb als wünschenswerteste Lösung auserkoren. Dabei soll es Aufsteiger, aber keine Absteiger geben. Die Tabelle wird nach der Quotienten-Regelung ermittelt. Doch um diese Empfehlung amtlich zu beschließen ist ein außerordentlicher Verbandstag notwendig.

Was bedeutet Quotienten-Regelung?
Da nicht alle Mannschaften in ihren jeweiligen Ligen gleich viele Spiele absolviert haben, wird zur Ermittlung eines gerechten Punktewerts die Anzahl der Punkte durch die Anzahl der Spiele geteilt. Das Ergebnis dient zur Ermittlung des Tabellenstandes.

Ist das eine faire Lösung?
Es wird bei jeder Lösung Vereine oder Mannschaften geben, die die getroffene Entscheidung als unfair ansehen. Wir haben die Entscheidung getroffen, die dem sportlichen Gedanken am nächsten kommt, die die meisten Vereine favorisieren und sind dabei auch vielen Vereinen entgegen gekommen, indem es keine Absteiger geben wird.

Was passiert mit den potentiellen Relegationsteilnehmern?
Das ist eine Frage, die wir auch juristisch noch einmal prüfen lassen. Dafür benötigen wir einige Tage.  Wenn wir alle potentiellen Relegationsteilnehmer ebenfalls aufsteigen ließen, ergäbe dies natürlich noch größere Klassen im oberen Bereich auf Kosten der Basis, die gegebenenfalls zu wenige Mannschaften hätte. Umgekehrt wird auch argumentiert, dass man die potentiellen Aufsteiger nicht schlechter behandeln dürfe, als potentielle Absteiger. Die Organisation des Spielbetriebs mit den erhöhten Klassenstärken durch den Wegfall der Absteiger ist aber natürlich jetzt schon eine Herausforderung der kommenden Saison.

Ist die Saison jetzt für alle beendet?
Die Saison kann erst durch den Beschluss des außerordentlichen Verbandstages beendet werden. Der Verbandsvorstand hat dieses Vorgehen einstimmig empfohlen.

Was passiert mit den Pokalspielen?
Das ist eine Frage, die ebenfalls noch final geklärt werden muss. Im Bitburger Hessenpokal verbleiben noch der Finalist FSV Frankfurt sowie die beiden Halbfinalisten FC Gießen und der TSV Steinbach Haiger. Dieser Wettbewerb hängt mit dem Finaltag der Amateure zusammen, daher wäre auch die Abstimmung unter allen Landesverbänden sinnvoll. In den Kreispokalwettbewerben sieht es in punkto zu absolvierende Spiele völlig unterschiedlich aus, was eine einheitliche Regelung ebenfalls nicht vereinfacht.

Wann werden die offenen Punkte geklärt?
Natürlich möchten wir die Punkte so schnell wie möglich klären, sind aber wie beispielsweise oben erwähnt auch von anderen Faktoren tangiert. Wir haben bisher nach dem Grundsatz gehandelt, dass eine richtige, sinnvolle und wohl durchdachte Entscheidung wichtiger ist als eine schnelle Entscheidung. Davon sind wir auch weiterhin überzeugt. Aber spätestens am außerordentlichen Verbandstag müssen diese Entscheidungen fallen.

Wann soll der virtuelle außerordentliche Verbandstag stattfinden?
Wir gehen momentan vom 13. oder 20. Juni als Datum der Austragung aus. Auch in diesem Fall können wir nicht einfach ein Datum festlegen, sondern sind von der Bestätigung des Vereinsregisters abhängig, um die verkürzte Ladungsfrist anerkennen zu lassen.

Ist ein virtueller Verbandstag technisch überhaupt möglich?
Natürlich ist es ungewohnt und es gibt einige Hürden zu überspringen, aber möglich ist es und andere Landesverbände gehen den gleichen Weg. Wir haben in den letzten Wochen zahlreiche Videokonferenzen absolviert und ein Gefühl für virtuelle Veranstaltungen bekommen. Der Verbandstag fällt natürlich etwas größer aus, aber wir sind schon dabei, die Veranstaltung zu planen.

Und wenn das vorzeitige Saisonende abgesegnet ist: Wann geht die neue Saison 2020/2021 los?
Das ist eine Frage, die auch bei sämtlichen Szenarien der aktuellen Saison mitschwang, denn das weiß natürlich niemand. Wir hoffen, dass wir zum gewohnten Zeitraum mit der nächsten Saison starten können. Aber das kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand vorhersagen, ob es so zutrifft.

Wird die nächste Saison im gewohnten Modus gespielt?
Nach jetzigem Stand schon. Aber wer weiß schon in der aktuellen Situation, wie es im September, im Oktober oder im kommenden März aussieht? Es könnte auch sein, dass wir die Saison beginnen und dass diese aufgrund einer weiteren Covid19-Welle erneut unterbrochen werden muss. Sollten wir nicht in der Lage sein, die komplette Zeit zur Austragung der Saison zu nutzen, müssten wir auch über alternative Spielmodelle nachdenken.

Können Sie die Stimmung unter den hessischen Fußballern einschätzen?
Ich habe viele Rückmeldungen bekommen und daher einen Eindruck, wie Hessens Fußballfamilie denkt und sich fühlt. Viele Spielende, Vereinsvertretende und Fans hat die Unsicherheit am meisten belastet. Da nun der Weg für die Gewissheit bereitet ist und dabei der Wunsch der meisten in die Spielzeit Involvierte berücksichtigt ist, ist eine große Erleichterung zu spüren. Wie eingangs erwähnt, gibt es natürlich auch Personen, die sich eine andere Lösung wünschen, aber die Mehrheit begrüßt unseren vorgeschlagenen Weg.

Um sich im Rahmen der kürzlich behördlich geschaffenen Möglichkeiten weiterhin fit zu halten, wurden vom HFV Tipps zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes verschickt. Müssen sich die Vereine an dieses Schreiben halten?
Das Land Hessen entscheidet durch entsprechende Vorgaben als Maßnahme zur Eindämmung der Infektion mit dem Coronavirus, was momentan erlaubt ist und was nicht. Der HFV kann und möchte mit den versendeten Tipps nichts verbieten oder vorschreiben, sondern nimmt lediglich die Entscheidungen des Landes Hessen auf und unterbreitet auf dieser Basis durch seine Fachleute Vorschläge, wie diese behördlichen Vorschriften in die Praxis umgesetzt werden können. Auch der HFV wünscht sich schnellstmöglich normale Verhältnisse auf den Sportplätzen und den gewohnten Spielbetrieb. Da dies jedoch aktuell noch nicht möglich ist, versuchen wir mit erwähnten Empfehlungen mögliche praktische Lösungswege für eine Umsetzung aufzuzeigen.

Was sollen Vereine machen, die die Empfehlungen nicht umsetzen können?
Wir sind in diesen Zeiten alle gefragt, die vorgegebenen Regeln umzusetzen. Dass dies aufgrund von infrastrukturellen und personellen Ressourcen nicht in jedem Verein gleich gut durchführbar ist, wissen wir. Einige Vereine haben sich auch gemeldet und möchten unter diesen Umständen besser kein Training abhalten. Diese Entscheidung steht natürlich jedem frei. Andere Clubs finden Wege, wie sich mit etwas Improvisation ein sinnvolles Training durchführen lässt.

Ihr Schlusswort für alle HFV-Mitglieder?
Ich wünsche allen in erster Linie Gesundheit. Wir haben alle großem Spaß am Fußballsport und wollen diesen baldmöglichst so ausführen, wie wir es gewohnt sind. Bis es soweit ist, bitte ich weiterhin um Geduld. Der Tag des „normalen“ Fußballs wird kommen!


Besiegelt:
Keine Saisonfortführung in Hessen –
Stand 16. Mai 2020

Entscheidung nach mehrstündiger Videokonferenz +++ Es wird Aufsteiger geben, aber keine Absteiger +++ Außerordentlicher virtueller Verbandstag notwendig

Frankfurt. Die Würfel sind offenkundig gefallen: Die Führung des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) folgt der Vorgehensweise anderer Landesverbände und wird die Saison 2019/20 nicht über den 30. Juni fortsetzen, den letzten Tag des offiziellen Spieljahres. In einer mehrstündigen virtuellen Konferenz der HFV-Oberen mit den Fußballwarten der 32 hessischen Kreise wurde das am Samstag so beschlossen. Es wird Aufsteiger geben, aber keine Absteiger.

Außerordentlicher Verbandstag, um die Saisonwertung zu bestätigen
Klar ist auch: Es wird einen außerordentlichen virtuellen Verbandstag mit den Delegierten von 2016 geben, um diesen Beschluss zu manifestieren und endgültig darüber zu entscheiden, nach welchem Verfahren die Runde gewertet wird. Favorisiert wird allenthalben die sogenannte Quotientenregelung bei der Ermittlung der Aufsteiger und Abschlusstabellen. Heißt: Errungene Punkte geteilt durch ausgetragene Spiele mal 100. Es soll auf jeden Fall Aufsteiger (auch der Zweite, sofern das vor der Runde im Spielgeschehen festgelegt wurde) geben und keine Absteiger. Vermutlich wird der Verband den Klubs, die freiwillig eine Etage tiefer gehen wollen, das auch flexibel zubilligen. Käme es so, würden sich besonders in den höheren Klassen größere Felder ergeben. Mit der Folge, dass sich in der Spielzeit 2020/21 – wann immer sie beginnen kann – die Zahl der Spieltage und der Absteiger erhöht.

Präsidium setzte zunächst auf Saisonfortführung
Nachdem das Präsidium zunächst auf eine Fortsetzung der im März unterbrochenen Runde 2019/20 gesetzt hatte, weil die Bedenken in puncto Haftungsfragen durch Verbandsmitglieder sehr groß waren, zeichnete sich im Rahmen der in den Kreisen vorgenommenen Befragungen eine eindeutige Mehrheit für ein Saisonende ohne vollständig absolviertes Programm ab.

Durch den Schnitt auch Weg geebnet, dass Sommer-Wechselperiode regulär über Bühne gehen kann
Jetzt ist der Schnitt erfolgt und die Vereine haben zumindest insofern Planungssicherheit, dass sie sich für eine zukünftige Saison vorbereiten können. Dass keine Aussetzung oder Verschiebung der Sommer-Wechselperiode mit dem finalen Stichtag 30. Juni notwendig ist. Dass im Nachwuchsbereich die Jugendstichtage gewährleistet bleiben. Die Entscheidung, die Saison nicht mehr fortzusetzen, hat den Verband in all diesen Punkten vor heiklen Übergangslösungen bewahrt.


HFV-Verbandsvorstand empfiehlt einstimmig vorzeitiges Saisonende – Stand 16. Mai 2020

Der Hessische Fußball-Verband e.V. hat bezüglich des Umgangs mit dem Spielbetrieb der aktuellen Saison 2019/2020 im Rahmen der Sitzung des Verbandsvorstandes am Samstag (16. Mai 2020) eine Empfehlung erarbeitet, die vorbehaltlich weiterer behördlicher Entscheidungen durch die Bestätigung an einem in Kürze folgenden außerordentlichen Verbandstag amtlich werden könnte.

Der Verbandsvorstand empfiehlt den Delegierten einstimmig, dass die Saison 2019/2020 zum 30.06.2020 beendet werden und die Wertung mit Hilfe der Quotienten-Regelung mit Aufsteigern gemäß des Spielgeschehens der Saison 2019/2020, aber ohne Absteiger erfolgen soll. Weitere wählbare Möglichkeiten sind die Fortführung der Saison über den 30.06.2020 hinaus und das vorzeitige Saisonende mit Quotienten-Regelung unter Ermittlung der Auf- und Absteiger gemäß des bestehenden Spielgeschehens. Weitere Möglichkeiten im Umgang mit der Saison 2019/2020 wurden diskutiert, erwiesen sich jedoch als nicht mehrheitsfähig.

Die endgültige Entscheidung für eine dieser drei Varianten fällt im Rahmen des außerordentlichen Verbandstages, der voraussichtlich am 13. oder 20. Juni stattfindet. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Die Grundlage für diese Empfehlung bilden die 32 Kreiskonferenzen, die in den letzten beiden Wochen durchgeführt wurden. Die entsprechenden Kreisfußballwarte haben die Stimmungsbilder aus ihren Kreisen an die zuständigen Regionalbeauftragten weitergegeben. Die gesammelten Ergebnisse wurden vom Verbandsspielausschuss zu dieser Empfehlung für den Verbandsvorstand verarbeitet, der diese im Rahmen seiner Sitzung befürwortete.

Präsidium und Verbandsvorstand haben in gemeinsamen virtuellen Sitzungen einen Verfahrensweg gewählt, der Entscheidungen sorgsam vorbereitet, rechtlich absichert, breite Beteiligungsmöglichkeiten der Mitglieder eröffnet, sportliche Fairness im Blick hat und zugleich unter Berücksichtigung der Gesundheit aller Beteiligten abwägt.

Dabei wurden zahlreiche Aspekte berücksichtigt, wie die behördliche Verordnungslage, der Umgang mit übergeordneten Spielklassen (speziell Regionalliga Südwest und 3. Liga, Frauen-Regionalliga Süd, Junioren-Bundesliga, B-Juniorinnen-Bundesliga, Hessenpokalsieger Männer und Frauen) und die Zeitschiene, wenn die Saison 2019/2020 über den 30.06.2020 hinaus fortgeführt würde sowie unmittelbare Auswirkungen daraus auf eine potentielle Saison 2020/2021. Zugleich spielten notwendige Satzungsänderungen im Falle einer Fortführung der Saison 2019/2020 über den 30.06.2020 hinaus sowie unmittelbare Auswirkungen auf eine potentielle Saison 2020/2021 eine Rolle, ebenso wie die sportliche Fairness und Ergebnisberücksichtigung der bisher erbrachten Leistungen. Ferner wurden die Wirkung der Quotienten-Regelung auf die bisherigen Tabellenstände und eventuelle Härtefälle bemessen. Das Vorgehen erfolgte unter der klaren Zielsetzung einer einheitlichen Regelung für ganz Hessen.

Bedauernd nehmen Präsidium und Verbandsvorstand zur Kenntnis, dass es keine generelle und für den gesamten Amateurfußball in Deutschland einheitliche Regelung geben wird. Diese wünschenswerte Variante muss nunmehr durch Einzelentscheidungen des DFB sowie der Landesverbände ersetzt werden.

„Im Umgang mit dem HFV-Spielbetrieb haben wir um Geduld und Besonnenheit zur Realisierung der besten Lösung geworben. Vor dem Hintergrund der aktuellen behördlichen Verfügungslage und nach der Einbeziehung des Rats von Experten sowie der Meinung der Vereine in das Prozedere, favorisieren wir die von einem Großteil der Vereine gewünschte Lösung in Verbindung mit deren Machbarkeit und Rechtssicherheit. Uns ist bewusst, dass nicht alle Vereine diesen Standpunkt teilen, aber leider ist aufgrund der speziellen Situation eine Lösung, die die Zustimmung aller HFV-Vereine findet, nicht möglich. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir der optimalen, gerechtesten und vereinsfreundlichsten Lösung hiermit am nächsten kommen“, erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß.

Die Empfehlung, das Spieljahr 2019/20 am 30.06.2020 zu beenden, sieht keine weiteren Meisterschaftsspiele des laufenden Spieljahres mehr vor. Die direkten Aufsteiger sollen über den Quotienten aus erzielten Gewinnpunkten und ausgetragenen Spielen ermittelt werden. Berücksichtigt werden sollen auch Spiele, über deren Wertung bis 30. Juni 2020 sportgerichtlich rechtskräftig entschieden ist. Meister und direkter Aufsteiger ist die Mannschaft mit dem höchsten Quotienten. In Staffeln, in denen weitere Mannschaften direktes Aufstiegsrecht besitzen, wird auch diese Platzierung ermittelt und die Mannschaft steigt auf. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Aufsteiger anhand sportlicher Kriterien ermittelt werden können, und zwar rechtzeitig für die Teilnahme am Spielbetrieb der übergeordneten Liga im Spieljahr 2020/21.

Im Vorfeld des außerordentlichen Verbandstages muss die Frage, wie mit dem Thema Relegation und Aufstiegsspiele umzugehen ist, noch abschließend geklärt werden. Hierzu wird eine rechtliche Prüfung erfolgen und auch die Entscheidungen übergeordneter Ligen werden mit berücksichtigt.

Vor dem Hintergrund, dass ein Abstieg nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich in der Regel schwerer wiegt als ein Nichtaufstieg, sollen keine Absteiger ermittelt werden. Diese Regelung bringt mit sich, dass in folgenden Spielzeiten eine Regulierung der Ligen durch eine erhöhte Zahl an Absteigern erfolgen muss. Dieses genaue Prozedere und weitere Regelungen wie beispielsweise Wechselrechte müssen nun satzungsgemäß angepasst werden. Bezüglich des Verfahrens der Pokalwettbewerbe sind ebenfalls unterschiedliche Szenarien diskutiert worden. Hierfür werden kurzfristig Lösungen erarbeitet.

Der Beschluss im Wortlaut:

  1. Der Verbandsvorstand beschließt, das Präsidium zu bitten, einen außerordentlichen Verbandstag einzuberufen, um über einen eventuellen Abbruch der Saison entscheiden zu lassen. Der außerordentliche Verbandstag findet, vorbehaltlich der Zustimmung des Vereinsregisters und unter Einhaltung der Ladungsfristen, voraussichtlich am 13. Juni 2020 oder 20. Juni 2020 in virtueller Form statt.

  2. Der Verbandsvorstand hat die Ergebnisse der virtuellen Kreiskonferenzen und Befragungen der Mitgliedsvereine zur Kenntnis genommen und diese in seiner Sitzung am 16. Mai 2020 bewertet.

  3. Der Verbandsvorstand stellt fest, dass mehrheitlich durch die teilnehmenden Mitglieder an den Kreiskonferenzen für die Saison 2019/2020 gewünscht wird: Abbruch der Saison unter Anwendung des bestehenden Spielgeschehens mit Quotientenregelung, aber Festlegung nur von Aufsteigern, keine Absteiger Der Verbandsvorstand beschließt, sich dieser Mehrheitsmeinung anzuschließen und empfiehlt dem außerordentlichen Verbandstag, den obenstehenden Beschluss zu fassen.

  4. Der Verbandsvorstand beschließt, die Beschlussempfehlung den Verbandsmitgliedern (Vereine) zuzuleiten.

  5. Der Verbandsvorstand beauftragt das Präsidium, alle behördlichen Entscheidungen bis zum außerordentlichen Verbandstag, die Einfluss auf die Fortsetzung oder den Abbruch der Saison haben können, zu bewerten.

  6. Alle notwendigen Anträge sind durch die Geschäftsstelle in Abstimmung mit den zuständigen Ausschüssen für den außerordentlichen Verbandstag vorzubereiten.

  7. Alle erforderlichen und zu berücksichtigenden Fristen, die sich aus der Beschlusslage des außerordentlichen Verbandstages ergeben, sind durch die Geschäftsstelle zu prüfen und eventuell erforderliche Beschlüsse durch den außerordentlichen Verbandstag vorzubereiten.

  8. Die sich durch die Beschlusslage des außerordentlichen Verbandstages ergebenden Auswirkungen auf die Pokalspielsituation sind umgehend durch die Geschäftsstelle zu prüfen und entsprechend erforderliche Beschlüsse des außerordentlichen Verbandstages vorzubereiten.

  9. Zum Thema Relegation/Aufstiegsspiele ist eine abschließende rechtliche Prüfung für den Seniorenbereich vorzunehmen. Ebenso sind finale Beschlüsse für das Vorgehen im Junioren- und Frauenbereich für den außerordentlichen Verbandstag vorzubereiten.


Radeck: »Brauchen jetzt Klarheit«
Vorsitzender des Verbandsausschusses hält vorzeitiges Ende der Saison 19/20 für wahrscheinlich – Stand 12.05.2020

Ortenberg/Wiesbaden . „Wir brauchen jetzt Klarheit. Und danach brauchen wir einen gewissen Vorlauf, damit für die nächste Saison ein neues Spielgeschehen aufgestellt werden kann“, sagt Jürgen Radeck. Als Vorsitzender des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung im Hessischen Fußball-Verband (HFV) sieht er das vorzeitige Ende der Saison 2019/20 als wahrscheinlich an, während das HFV-Präsidium noch an einer finalen Entscheidung arbeitet, dazu einen außerordentlichen (virtuellen) Verbandstag einberufen will. Radeck würde sich wünschen, dass dieser wie vorgesehen am 30. Mai stattfinden kann.

Als aktives Mitglied bei seinem Verein Germania Ortenberg weiß Radeck um die Sorgen der Amateurvereine: „Es muss etwas passieren. Die Vereine müssen neue Ziele und neue Motivation entwickeln können.“ Mit Ausschusskollegen hat er die 166 Tabellen im Seniorenbereich in Hessen durchgeschaut und ermittelt, dass im Fall der Quotientenregelung (Punkte geteilt durch Anzahl der Spiele mal 100) zwar in etlichen Fällen ein Zweiter, Dritter oder Vierter an die Spitze rücken würde. Und somit auf einen Aufstiegsplatz, der auch zum Sprung nach oben berechtigen soll. Dennoch würde Radeck diese Regelung favorisieren. Was den Aspekt „Absteiger“ betrifft, sagt er: „Für die Planung wäre es besser, wenn es welche gäbe, damit Hessenliga, Verbands- und Gruppenligen nicht anschwellen. Aber vom moralischen Standpunkt betrachtet wäre es schwierig, diesen Vereinen wehzutun.“ Es sei denn, Klubs wollten von sich aus eins tiefer gehen. Ein Meinungsbild aller hessischer Kreise, wie gewertet werden soll, werde im Verlauf dieser Woche erstellt. Generell erfordere die Planung für 2020/21 enormen Aufwand. Mannschaftsmeldungen, Gründungen von Spielgemeinschaften, eventuelle Rückzüge und Anpassungen in der Spielordnung seien zu berücksichtigen. Als Saisonstart würde Radeck das Wochenende 19./20. September ins Auge fassen: „Wir müssten aber auch vorbereitet sein, falls uns behördliche Auflagen daran hindern würden.“


Praxisformen für das Training nach der Corona-Pause – Stand 12.05.2020

Der Amateurfußball erobert sich mit der langsamen Rückkehr in den Trainingsbetrieb ein Stück Normalität zurück. Auch wenn elementare Dinge eines jeden normalen Fußballtrainings nur in Ansätzen möglich sind, so lassen mit den richtigen Anpassungen intensive und kurzweilige Trainingseinheiten gestalten.

Das Konzept zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs enthält feste Vorgaben und Empfehlungen, an denen sich Trainer für ihre Trainingsplanung orientieren müssen. So gilt im Sinne der Risikominimierung weiterhin ein Abstandsgebot von 1,5 bis 2 Metern, wodurch jegliche Formen der Zweikampfführung ausgeschlossen sind. Darüber hinaus sind die Spielergruppen, die sich zum Training zusammenfinden, klein zu halten. Auch in der Zusammensetzung sollten diese möglichst beständig bleiben. Punkte, die auf den ersten Blick eine große Herausforderung für die Trainingsgestaltung darstellen – doch es gibt eine einfache Lösung: Übungsformen in Kleingruppen!

Intensives Techniktraining
Nachfolgend stellen wir Übungsformen bereit, die sich sowohl im Stationstraining als auch in einer alternativen Organisation sinnvoll nutzen lassen. Gerade in den Kleingruppen (hier: 4 Feldspieler und ggf. 1 Torwart) garantieren sie den Spielern zahlreiche Aktionen und Wiederholungen. Ideal, um gezielt an den fußballspezifischen Basistechniken zu feilen. Daher widmet sich der erste Übungskatalog den technischen Themen ‚Passen‘, ‚An- und Mitnehmen‘, ‚Dribbeln‘ und ‚Schießen‘.

Durch das Kleingruppentraining erhält der Trainer zudem die Möglichkeit, individuell zu korrigieren und den Spielern wertvolle Tipps mit an die Hand zu geben. Doch Achtung: Die Abstandsregel greift auch hier! Daher bereits bei der Gestaltung der Einheit darauf achten, wo man sich als Trainer aufhalten sollte. Vorab markierte Coaching-Zonen, die den jeweiligen Abstand und die Übersicht garantieren, sind eine sinnvolle Idee.

Spezifische Trainingsformen sehen Sie hier.



Tipps zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes in Vereinen
Stand 07. Mai 2020

Die Amateurfußballer in Hessen atmen auf, denn sie können wieder mit dem Trainingsbetrieb des geliebten Fußballsports starten. Dabei ist es wichtig, bestimmte Vorgaben zu beachten, um die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus möglichst gering zu halten.
Der Sportliche Leiter des Hessischen Fußball-Verbandes, Dirk Reimöller, hat in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Qualifizierung und Vereinsentwicklung wichtige Umsetzungsregeln erstellt. Grundlage dafür sind die Beschlüsse der Sportministerkonferenz und der Beschlusslagen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten vom 28. April und 6. Mai 2020, hier die relevanten Auszüge:
Der Sport- und Trainingsbetrieb kann nach Maßgabe der folgenden Regeln im Breiten- und Freizeitsport in einem ersten Schritt wieder erlaubt werden, wenn die Sportangebote

  • einen ausreichend großen Personenabstand gewährleisten (1,5 bis 2 Meter)

  • kontaktfrei ohne Wettkampfsimulation und Spiele durchgeführt werden

  • die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten konsequent eingehalten werden

  • die Umkleidekabinen ebenso wie die Gastronomiebereiche geschlossen bleiben

  • Bekleidungswechsel (…) die Nutzung der Nassbereiche in der Sportstätte unterbleiben

  • keine Zuschauer zugelassen werden

So ist die Umsetzung der behördlichen Vorgaben in der Praxis möglich:

  • Sollten bei einem Spieler oder innerhalb dessen Haushalt Krankheitssymptome wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Fieber, Atemnot, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Durchfall auftreten, nimmt der Spieler nicht am Training teil.

  • Nach einem positiven Coronavirus-Test eines Spielers oder innerhalb dessen Haushalt nimmt der Spieler 14 Tage lang nicht am Trainingsbetrieb teil.

  • Die Spieler reisen möglichst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in privaten PKW einzeln in Sportkleidung an. Fahrgemeinschaften sind im Sinne der Vorgaben nicht zulässig. Eine Nutzung des ÖPNV kann bei der Abreise nur stattfinden, wenn der Spieler die Kleidung gewechselt hat.

  • Bei einer Abreise mit dem PKW erfolgt nach dem Training der Wechsel von durchnässten oder verschwitzten Kleidungsstücken im Fahrzeug. Der Wechsel der Oberbekleidung nach dem Training ist aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen anzuraten. So lange die Umkleiden geschlossen sind, sollten sichtgeschützte Bereiche auf dem Sportgelände unter Einhaltung der Abstandsregelungen genutzt werden.

  • Der Zugang zum Trainingsgelände ist wenn möglich so zu gestalten, dass er zu übersehen ist, aber kein Stau entsteht. Wo dies möglich ist, sollte ein Eingang und ein Ausgang eingerichtet werden.

  • Jeglicher Körperkontakt wie Handshake oder Abklatschen unterbleibt im Sinne der Abstandsregel.

  • Am Eingang muss die Möglichkeit zur Händedesinfektion geschaffen werden.

  • Begleitpersonen sollten dem Training möglichst nicht beiwohnen. Ansonsten ist auf Einhaltung der Abstandsregeln zu achten.

  • Nach dem Eintreffen waschen sich die Spieler gründlich die Hände. Wenn vorhanden möglichst einen außenliegenden Wasseranschluss nutzen! Dabei ist die Nutzung eines Waschraumes unter Beachtung der Abstandsregeln möglichst durch einen Betreuer zu kontrollieren.

  • Toiletten sind mit Desinfektionsmitteln zu versehen und müssen nach der Benutzung vom Benutzer desinfiziert werden. Der Schlüssel wird jeweils von einem Betreuer ausgehändigt.

  • Das benötigte Trainingsmaterial beschränkt sich auf das Nötigste. Bälle und Markierungshütchen werden möglichst vor der Trainingseinheit desinfiziert und auf dem Platz bereitgestellt.

  • Trainingsleibchen werden nur dann genutzt, wenn die Spieler ihr eigenes Leibchen mit zum Training bringen und es auch ausschließlich von ihnen selbst getragen wird. Alternative: die Leibchen werden vom Trainer zu Beginn des Trainings ausgegeben und während des Trainings nur von einem Spieler genutzt. Nach jedem Training werden die Leibchen unter Verwendung von Einmalhandschuhen eingesammelt und bei 60 Grad gewaschen.

  • Die Trainer / Vereine führen Anwesenheitslisten, um etwaige Infektionsketten besser nachverfolgen zu können.

  • Die Trainer führen Check-Listen aller Teilnehmer (Trainer, Betreuer, Spieler) zur Abfrage von Symptomen.

  • Die Spieler bewegen die Bälle auf dem Platz ausschließlich mit dem Fuß.

  • Ein- oder Zuwürfe sind nicht Gegenstand der Trainingsformen.

  • Kopfbälle werden im Training nicht durchgeführt.

  • Torwarthandschuhe sind während des Trainings wiederholt zu desinfizieren. Die Torhüter sollen ihr Gesicht möglichst nicht mit den Handschuhen berühren und die Handschuhe keinesfalls mit Speichel befeuchten!

  • Nach dem Training werden die verwendeten Trainingsmaterialien möglichst desinfiziert und unzugänglich für Unbefugte verwahrt.

  • Zur besseren Einhaltung der Vorgaben empfehlen sich kleine, übersichtliche Trainingsgruppen. Ein Trainer / Übungsleiter ist für maximal 10 Spieler zuständig.

  • Die Belegung eines Sportplatzes erfolgt durch maximal 20 Spieler (Faustregel: möglichst 10 Spieler pro Hälfte)

  • Zunächst wird das Training für die Mannschaften U12 und älter wieder aufgenommen.

  • Empfehlung: Wiederaufnahme des Trainings für U11 und jünger, wenn die Spieler Erfahrungen im Umgang mit den Hygiene- und Abstandsregeln in der Schule oder der Kita gemacht haben. Ein Zeitraum von 2 Wochen Schulerfahrung vor Trainingsbeginn erscheint angemessen.

  • Für Mannschaften der U9 und jünger werden günstigere Betreuerschlüssel empfohlen (5 Spieler pro Trainer). Über eine Einbindung von Elternteilen kann dieser Schlüssel erreicht werden.

  • Um das Training mit den entsprechenden Betreuungsschlüsseln durchführen zu können, ist ein Training mit wechselnden Trainingsgruppen denkbar.

Hier sehen Sie alle Tipps im pdf-Dokument „HFV kompakt online


Unsere C1-Jugend (2005er) wurde am 22.12.2019 Hallen-Futsal-Kreismeister.


Unsere E1-Jugend (2008er) wurde 2018/2019 Hallenkreis-, Kreisliga- und Regionalmeister und belegte den 3. Platz bei der Hessenmeisterschaft.


Unsere D1-Jugend (2006er) wurde am 20.06.2019 Hessenmeister.


Unsere E2-Jugend (2009er) belegte bei der Kreismeisterschaft am 15.06.2019 den 3. Platz.


In der Saison 2018/2019 wurde unsere D3-Jugend in der Kreisklasse Gruppensieger.


Euer Arbeitgeber unterstützt Vereine? Die Germania braucht Eure Hilfe!

Liebe Mitglieder, Eltern, Betreuer und Freunde der Germania,

viele Arbeitgeber unterstützen Vereine ihrer Mitarbeiter finanziell bei verschiedenen Projekten. Ist Euer Arbeitgeber auch dabei ?

Für uns ist das der beste und einfachste Weg, Sponsoren zu gewinnen. Denn bei rund 800 Mitgliedern erreichen wir über die Eltern, Verwandte und Freunde eine sehr große Zahl an Arbeitgebern im gesamten Umkreis. Ihr kennt die richtigen Ansprechpartner und Voraussetzungen und könnt die notwendigen Formulare besorgen.

Unsere Farben sind schwarz-weiß aber wir sind ein bunter und multikultureller Verein, der von der Jugend bis zu den Aktiven viele Nationalitäten, Religionen und Kulturen verbindet. Besonders wichtig ist uns, dass auch sozial Schwächere und Flüchtlinge bei uns die Möglichkeit haben, aktiv Sport zu treiben und Teil der Gemeinschaft zu sein. Nachhaltigkeit ist für uns in der sportlichen Arbeit genauso wichtig wie bei der Nutzung von Ressourcen.

Wir haben einige Projekte bei der Germania, die bestimmt eine gute Chance haben, auch von Eurem Arbeitgeber unterstützt zu werden:
Natürlich können immer auch einzelne Teams unterstützt werden, aber wir haben auch etwas größere Projekte wie z.B. die Umstellung der gesamten Beleuchtung auf LED, damit wir nachhaltig Energie sparen können. Kabinen und Duschen werden sehr stark beansprucht und müssen häufig renoviert werden und wir müssen nach über 20 Jahren in absehbarer Zeit die komplette Heizung erneuern. Hier wollen wir nach Möglichkeit auf eine nachhaltige Pelletheizung umstellen. Das sind große Investitionen, bei denen wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Der tägliche Einsatz von uns allen verdient auch finanzielle Unterstützung.
Helft uns bitte dabei und sprecht Eure Arbeitgeber darauf an.
10 Spenden sind unser Ziel für 2019 !

Wenn Ihr Fragen zu konkreten Projekten, beim Ausfüllen der Formulare oder andere Fragen habt, sprecht uns bitte an:

Ralph Bender, Tel: 0172 656 05 42 (Vorstandsmitglied Sponsoring)
Michael Schmidt, Tel: 0173 695 57 370 (1. Vorsitzender)

Vielen Dank für Eure Hilfe !
Der Vorstand